Berlin-Neukölln

Bürgerbefragung "Sicheres Zusammenleben“

In den nächsten Tagen erhalten rund 25.000 Bürgerinnen und Bürger in Neukölln, Friedrichshain und Wedding Post in Form eines umfangreichen Fragebogens. Sie wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt und werden gebeten, an einer Befragung zum Thema Nachbarschaft und Sicherheit teilzunehmen, die gleichzeitig auch in anderen Berliner Kiezen sowie in ausgewählten Stadtteilen Dresdens und Essens stattfindet. Die Befragung wird je nach Stadtteil von den zuständigen Projektpartnern koordiniert und durchgeführt.

Berlin Buckow/Gropiusstadt

Häuserzeile in Berlin-Buckow
Berlin Buckow/Gropiusstadt

Das Fallstudiengebiet umfasst den mittleren und östlichen Teil von Buckow sowie die gesamte Gropiusstadt. Das Gebiet ist überwiegend geprägt durch Wohnhochhäuser und wird teilweise von Einfamilienhäusern umgrenzt.

Sozialdemografische Angaben

Im Gebiet Buckow/Gropiusstadt leben 57.500 Menschen unterschiedlichster Herkunft (2017). Im Vergleich zur Gesamtstadt weist das Fallstudiengebiet einen überdurchschnittlich hohen Anteil an älteren Menschen auf, besonders im Süden der Gropiusstadt. Im Kontext gesamtstädtischer Entwicklungen verzeichnet auch das Fallstudiengebiet Buckow/Gropiusstadt in den letzten 8 Jahren einen Bevölkerungszuwachs, insbesondere von Familien mit Migrationshintergründen. Die Bevölkerung von Gropiusstadt wird seid dem Beginn des Berliner Monitoring einem niedrigen bis sehr niedrigen sozialen Status zugeordnet. Demgegenüber weist die die Bevölkerung in dem Buckower Teil des Fallstudiengebietes durchschnittlich einen mittleren Status auf, der in den letzten 5 Jahren jedoch vereinzelt gesunken ist.

Themenstellung und Sicherheitsszenario

Die nachbarschaftlichen Beziehungen sind schon aufgrund der spezifischen Gebäudestruktur von Wohnhochhaussiedlungen von Anonymität geprägt und beschränken sich häufig auf die Etage. Der verstärkte Zuzug neuer Bevölkerungsgruppen führt unter langjährigen Mietern mit und ohne Migrationshintergrund zusätzlich zu verschiedenen Sorgen, die das nachbarschaftliche Zusammenleben betreffen. Typische Konflikte an denen sich diese Sorgen abzeichnen, betreffen das Verhalten von Jugendlichen im öffentlichen Raum sowie die Entsorgung von Müll und die Regelung des Verkehrs. Vereinzelt gehen damit Ängste vor Wohnungseinbrüchen und Raubüberfällen einher. Die genannten Entwicklungen werden häufig bestimmten Personengruppen zugeschrieben. Teilweise werden sie aber auch in den Kontext allgemeiner gesamtstädtischer und gesellschaftlicher Entwicklung gestellt und als Ausdruck nachlassender staatlicher Handlungsfähigkeit wahrgenommen.
Im Projekt SiQua interessieren wir uns dafür, wie diese Probleme aus der Perspektive verschiedener Bewohnergruppen wahrgenommen werden und wie lokale Akteure bei der Bewältigung dieser Probleme zusammenarbeiten.

Ergebnisse der Fallstudie

Timeline

Keine Berichte vorhanden.

Keine Publikationen vorhanden.

Mag. Julia Burgold

wissenschaftliche Mitarbeiterin

Karl-Liebknecht-Str.
24-25
14476 Potsdam
Deutschland

Dr. Jan Wilhelm

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam
Deutschland

Team

Wissenschaftliche Partner

Deutsche Hochschule der Polizei

Deutsche Hochschule der Polizei

Zum Roten Berge 16-18
48165 Münster
Deutschland

Logo der TU-Dresden

Technische Universität Dresden

Bergstraße 53
01069 Dresden
Deutschland

Fallstudienpartner

Neukölln

Bezirksamt Neukölln

Karl-Marx-Straße 83
12040 Berlin
Deutschland

Polizei Berlin

Polizei Berlin

Platz der Luftbrücke 6
12101 Berlin
Deutschland

Berlin Neukölln - Ringbahntrasse

Berlin Hermannstraße
Berlin Neukölln - Ringbahntrasse
Sozialdemografische Angaben

Das Gebiet der Fallstudie Ringbahntrasse ist zum größten Teil Wohngebiet, das durch mehrere für den Bezirk Neukölln wichtige Verkehrsadern aufgeteilt und geprägt ist. Dies sind die Hermannstraße mit der U-Bahnlinie 8, die Karl-Marx Straße sowie die Ringbahntrasse der S-Bahn mit den Haltestellen Sonnenallee, Neukölln und Hermannplatz. Die Bevölkerung im Fallstudiengebiet zeichnet sich durch einen überdurchschnittlichen Anteil von Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen sowie einem vergleichsweise niedrigen sozioökonomischem Status aus.

Themenstellung und Sicherheitsszenario

Das Fallstudiengebiet hat sich über die Jahre zu einem Schwerpunkt des Drogenhandels und –konsums entwickelt. Dabei sind insbesondere der Konsum in der Öffentlichkeit, in Hauseingängen, Parkanlagen, U- & S-Bahnhöfen sowie die damit einhergehenden Hinterlassenschaften der Konsumenten (Spritzen, Folien, Fäkalien, etc.) für die lokale Bevölkerung immer wieder Gegenstand von Unsicherheitswahrnehmungen und Erfahrungen. Unter den Drogenkonsumenten gibt es eine größere Gruppe osteuropäischer Migranten, die als Arbeiter nach Deutschland gekommen und aus vielfältigen Gründen hier in die Obdachlosigkeit und den Drogenkonsum abgerutscht sind. Auch das Verhalten von Drogendealern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit wird von einem Teil der Bevölkerung als Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls wahrgenommen.
In der Fallstudie Ringbahntrasse stehen die wahrgenommenen Sicherheitsprobleme Drogenkonsum, Drogenhandel sowie das Verhalten Jugendlicher im öffentlichen Raum im Fokus. Untersucht werden sollen die wechselseitigen Wahrnehmungen, Erfahrungen und Zuschreibungen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen untereinander sowie in Bezug auf die Personengruppen, die mit den Sicherheitsproblemen verbunden werden. Zudem werden Maßnahmen und Formen der Zusammenarbeit im Umgang mit den Problemen identifiziert und untersucht, welche Faktoren zu deren Erfolg beitragen.

Ergebnisse der Fallstudie

Timeline

Keine Berichte vorhanden.

Keine Publikationen vorhanden.

Dipl. soc-tech. Michael Hahne

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Hardenbergstraße 16-18
10623 Berlin
Deutschland

Team

Dr. Robert Pelzer

Teilprojektleiter

Hardenbergstr. 16-18
10623 Berlin
Deutschland

Katharina Lorenz

studentische Hilfskraft

Hardenbergstr. 16-18
10623 Berlin
Deutschland

Wissenschaftliche Partner

Universität Potsdam

Universität Potsdam, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie

Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam
Deutschland

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Technische Universität Dresden

Bergstraße 53
01069 Dresden
Deutschland

Fallstudienpartner

Neukölln

Bezirksamt Neukölln

Karl-Marx-Straße 83
12040 Berlin
Deutschland

Richardplatz Süd

Quartiersmanagement Richardplatz Süd

Böhmische Straße 9
12055 Berlin
Deutschland

QM SChillerpromenade

Quartiersmanagement Schillerpromenade

Schillerpromenade 10
12049 Berlin
Deutschland

Polizei Berlin

Polizei Berlin

Platz der Luftbrücke 6
12101 Berlin
Deutschland

Berlin Neukölln - Obere Sonnenallee

Berlin Sonnenallee
Berlin Neukölln - Obere Sonnenallee
Sozialdemografische Angaben

Die nördliche Teil der Sonnenallee ist geprägt durch eine Vielzahl an Geschäften, Restaurants, Shishabars und Cafés. Diese werden zu großen Teilen von Bürgern mit arabischem Migrationshintergrund betrieben. Durch den Zuzug vieler Geflüchteter aus dem arabischen Raum hat der Publikumsverkehr auf der Sonnenallee in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Heute wird der obere Teil der Sonnenallee auch als „arabische Straße“ bezeichnet. Für Menschen arabischer Herkunft ist er weit über Berlin hineinaus ein wichtiger Ort zum Einkaufen, Speisen und Verweilen. In den angrenzenden Straßen ist die Bevölkerung geprägt durch vielfältige Migrationshintergründe. Hier sind vor allem arabische Länder, die Türkei sowie EU-Staaten zu nennen. Trotz des zunehmenden Zuzugs von Menschen aus der Mittelschicht ist die Bevölkerung nach wie vor durch einen relativ niedrigen sozioökonomischen Status geprägt.

Themenstellung und Sicherheitsszenario

Auch wenn das Zusammenleben meist friedlich verläuft und offene Straftaten eher selten passieren, ist der obere Abschnitt der Sonnenallee sowie der angrenzenden Straßen für unterschiedliche Teile der Bevölkerung auch ein Ort, der mit Unsicherheits- und Konfliktwahrnehmungen sowie vielfältigen Norm- und Regelverletzungserfahrungen verbunden ist.

Der Fokus der Untersuchung liegt entsprechend auf den wahrgenommenen Sicherheitsproblemen sowie den wechselseitigen Wahrnehmungen, Erfahrungen und Zuschreibungen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen (seit längerem Ansässige, neu Hinzugekommene) untereinander sowie auf den Maßnahmen und Formen der Zusammenarbeit, um das friedliche und freundliche Miteinander der Kulturen voranzubringen.

Ergebnisse der Fallstudie

Timeline

Keine Berichte vorhanden.

Keine Publikationen vorhanden.

Dipl. soc-tech. Michael Hahne

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Hardenbergstraße 16-18
10623 Berlin
Deutschland

Team

Dr. Robert Pelzer

Teilprojektleiter

Hardenbergstr. 16-18
10623 Berlin
Deutschland

Katharina Lorenz

studentische Hilfskraft

Hardenbergstr. 16-18
10623 Berlin
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Wissenschaftliche Partner

Universität Potsdam

Universität Potsdam, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie

Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam
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Technische Universität Dresden

Bergstraße 53
01069 Dresden
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Fallstudienpartner

Neukölln

Bezirksamt Neukölln

Karl-Marx-Straße 83
12040 Berlin
Deutschland

QM Donaustraße Nord

Quartiersmanagement Donaustraße Nord

Donaustraße 7
12043 Berlin
Deutschland

Polizei Berlin

Polizei Berlin

Platz der Luftbrücke 6
12101 Berlin
Deutschland